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Bereits am Freitagmittag wurde das Katastrophenschutz-Übungsgelände des Technischen Hilfswerks in Wesel durch die Organisatoren der Übung vorbereitet.

Dabei wurde teilweise mit Hilfe eines Baggers die Dummys verschüttet, bzw. deren Zugänge mit großen Betonteilen versperrt. Am späten Nachmittag trafen dann unser kompletter „technischer Zug“ und der größte Teil unserer Jugendgruppe vor Ort ein, wobei letztere die Hauptakteure für den Freitag darstellten. Ebenfalls mit von der Partie war die Rettungshundestaffel der Malteser Emmerich, zu der ein enger Kontakt besteht.

Übung Wesel

Nachdem auch die letzten lebenden „Opfer“ in den Trümmern platziert waren, begannen die Malteser mit insgesamt 7 Mensch-Hund-Teams die Suche. Als die ersten Meldungen über mögliche Funde in der Einsatzleitung eintrafen, schwärmte unsere Jugendgruppe, aufgeteilt in kleinen Einheiten, zur Bergung aus. Lediglich unter Aufsicht, entschieden unsere Nachwuchshelfer selbstständig wie die Verletzten geborgen werden sollten. So war in Windeseile eine Menge Gerätschaften, angefangen von Hebekissen, hydraulischen Stempeln sowie Schere und Spreizer im Einsatz. Nach fast 3 Stunden waren alle Personen durch die Hunde geortet und gerettet worden.

Nach dem Abendessen hatten wir noch eine weitere Herausforderung für unsere Kids. Einer von 2 ausrangschierten Linienbussen auf dem Gelände sollte zur Übung umgekippt werden. Als diese Aufgabe, mit großem technischem Aufwand, erledigt war, mussten alle schwören, dieses nächste Woche an der Schule nicht zu wiederholen.

Am Samstag waren dann die „Großen“ dran. Hier musste neben den Verletzten, welche durch 10 Kids aus der Jugend gemimt wurden, auch noch die verschütteten Dummys geborgen werden.

Ein Hauptaugenmerk war hier das Zusammenspiel der Einsatzleitung mit den Rettungshundeteams und den Bergegruppen. Eine große Herausforderung für die Rettungshunde bestand auch darin, dass diese teilweise nicht direkt zu den Vermissten vordringen konnten, sondern auf dem Weg durch die teilweise großen Trümmer lediglich nur in die Nähe kommen konnten. Zur Bergung der Opfer mussten zahlreiche Herausforderungen gemeistert werden. Zugänge durch Betonwände erstellen, abgestürzte Decken anheben oder das schlichte Freilegen von verschütteten Eingängen zerrte doch bei allen an den Kräften.

Übung Wesel

Nach einer Stärkung am Nachmittag standen weitere Übungsschwerpunkte zur freien Auswahl. Neben einer weiteren Bergungsübung, wurde eine 12m lange, freitragende Brücke mit dem Einsatzgerüstsystem über ein Löschteich gebaut. Mit dem Abstützsystem-Holz ( ASH ), welches in unserem Ortsverband erst jüngst stationiert ist, wurde ein „Sprengwerk“ zwischen 2 Gebäude eingebaut. Auch die Rettungshundestaffel nutze weiterhin die super Möglichkeiten des Geländes für weitere „Lebend- und Tot-Suche“. Am späten Abend waren dann die Übungen beendet und es konnte noch reichlich am Lagerfeuer gefachsimpelt werde. Sonntag stand dann das Herrichten des Übungsgeländes in seinen Ursprungszustand und die anschließende Heimreise an.

Übung Wesel